Leben, Werk und Vermächtnis.
Geboren als Elisabeth Roswitha Oettl am 2. Juli 1944 in Eger im Sudetenland (heute Cheb, Tschechien), prägte Elisabeth Wicki-Endriss als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin das kulturelle Gedächtnis Deutschlands – und bewahrte das Erbe von Bernhard Wicki.
Als Schauspielerkind wuchs sie hinter der Bühne und vor der Kamera auf. Bereits mit vier Jahren stand sie für den Film „Der Brandnerkaspar schaut ins Paradies“ (1948) vor der Kamera. Nach ihrer Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München arbeitete sie vor allem am Theater, drehte aber auch zahlreiche Kino- und Fernsehfilme.
1977 lernte sie Bernhard Wicki kennen und wirkte in seinen Filmen „Sansibar oder der letzte Grund“ und „Das Spinnennetz“ mit. Nach dem Tod von Wickis langjähriger Ehefrau Agnes Fink heirateten sie 1995. In den Jahren seiner schweren Erkrankung pflegte sie ihn selbst und setzte dafür ihre eigene künstlerische Arbeit zurück.
Die Idee zum Friedenspreis kam ihr in der Trauerzeit nach Wickis Tod, als ihr Blick auf eine Urkunde der Vereinten Nationen fiel, mit der Wicki einst für seine Verdienste um den Frieden geehrt worden war. 2002 rief sie den „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ ins Leben.

